GIKO Verpackungen

Die Österreichische Seele von GIKO

Geschäftsführer Gerhard Lehner zur "Österreichischen Seele" von GIKO:
„Wir arbeiten in allen Unternehmensbereichen ausschließlich mit qualifizierten und motivierten Fachkräften aus unserer Region die unseren hohen Anforderungen entsprechen. GIKO bildet zudem auch junge Menschen in Form einer Lehre zu qualifizierten Fachkräften aus. Unsere Produktion muss zudem den hohen österreichischen Umweltstandards entsprechen.“


Blickpunkt Industrie: GIKO
Mitarbeiter kommen zu Wort


GIKO – Mit neuem Standbein auf neuen Märkten
Martin Giesinger: „Wachstum über hochwertige Verbundfolien“

Bei GIKO in Weiler stehen derzeit alle Ampeln auf grün. Es herrscht Aufbruchstimmung. Mit Martin Giesinger sitzt seit Juni dieses Jahres wieder ein Familienmitglied der Gründerfamilie in der operativen Geschäftsführung. Der 52 Jahre alte Manager war bereits einmal – von 1990 bis 2010 - als Leiter Vertrieb und Marketing im Bereich „Flexible Verpackungen“ - an vorderster Front des Verpackungsherstellers. Gemeinsam mit Gerhard Lehner, seit dem Frühjahr dieses Jahres als Vorsitzender der Geschäftsführung tätig, will der Verpackungsprofi und begeisterte Familienvater den erfolgreichen Weg des 1956 gegründeten Unternehmens nun fortschreiben.

Herr Giesinger, welche Herausforderungen sind in der heutigen Zeit für einen Betrieb wie GIKO zu meistern?

Martin Giesinger: „Wir müssen uns – noch mehr als in der Vergangenheit – anstrengen, um erfolgreich zu bleiben. Das erreichen wir zum einen durch Investitionen in unsere Anlagen – das wurde mit der Anschaffung einer 1,5 Mio teuren neuen Kaschieranlage gemacht - andererseits aber auch durch die Etablierung eines zusätzlichen Standbeines und die dadurch entstehende Möglichkeit neue Märkte zu erobern– jenseits von Verpackungen.“

Was kann man sich darunter vorstellen?

Martin Giesinger: „Investitionen in neue Maschinen und Anlagen sind derart hoch, dass sie nur dann wirtschaftlich betrieben werden können, wenn sie quasi „rund um die Uhr“ laufen können. Und dafür brauchen wir neue Märkte, neben unseren klassischen Verpackungsmärkten. Andererseits: Bisher produzieren wir zu etwa 90% für die Lebensmittelindustrie. Wir wollen mittelfristig eine Aufteilung zwei Drittel Lebensmittel, ein Drittel technische Spezialitäten erreichen und damit auch die große Abhängigkeit vom Lebensmittelmarkt verringern. Es war also naheliegend unser großes technisches Know-how aus der Folienherstellung für neue Anwendungen nutzen.“

Das heißt die Produktion von Folien auch für andere Zwecke als Lebensmittelverpackungen ...?

Martin Giesinger: „Ja. Wir entwickeln mittlerweile auch für Kunden im Automotivbereich oder im Bereich komplexer Dekorationsprodukte hochwertige Verbundfolien. Anspruchsvolle, hochwertige Verbundfolien können nun in einem Arbeitsgang produziert werden, was bis dato nicht möglich war. Für die technische Industrie sind wir dadurch ein zunehmend interessanter Partner und können auch in diesen Märkten überzeugend auftreten. Mit der Investition in die neue komplexe Kaschieranlage können wir nun aber auch die Kapazitäten besser auf unsere Produktionsanlagen verteilen.“

Was erwarten Sie sich von der „Fachpack“ Ende September in Deutschland?

Martin Giesinger: „Rund 75% unseres Umsatzes stammt aus Exporten, wobei Deutschland mit 50% Anteil am Gesamtumsatz deutlich hervorsticht. Ein Viertel des Umsatzes erwirtschaftet GIKO im Kernmarkt Österreich. Der Rest teilt sich auf die strategisch wichtige Schweiz und die Benelux-Staaten auf. Daher ist die größte europäische Messe für die Verpackungsbranche auch für uns ein „Muss“. Wir zeigen dort unser neues Selbstverständnis: GIKO ist der österreichische Spezialist für flexible Verpackungen. Unser neuer Unternehmensclaim packt dies zusätzlich noch in eine einfach aber klare Botschaft: Außergewöhnlich. Für uns ganz normal.“

Eine optimistische Ansage ...!

Martin Giesinger: „Eine realistische! Als mittelständisches Unternehmen ohne großen „Overhaed“, mit einem - im Verhältnis zu den großen Anbietern – kleinen, aber umso motivierten Team, können wir Aufträge ungemein schnell und mit der gewohnt, hohen österreichischen Qualität erledigen. Eine 24-Stunden-Hotline, ein Ansprechpartner über alle Stationen eines Auftrages hinweg, Produkte die unter den strengen österreichischen Umweltbestimmungen von hier ausgebildeten Fachkräften hergestellt werden. Und nicht zuletzt: Unser zentraler Standort. Das alles spricht für GIKO und das wollen wir – auch mit einem neuen Auftritt - entsprechend kommunizieren.“

Vergangenes Jahr wurden die Papier verarbeitenden Bereiche von GIKO und die Folienproduktion getrennt ...

Martin Giesinger: „Die Entwicklung und Produktion hochwertiger Folien ist der anspruchsvollste Bereich der Verpackungsindustrie und bietet überdies auch die Möglichkeit neue Märkte zu gewinnen. Schon bisher war dies eine der Stärken unseres Unternehmens. Als GIKO können wir uns nun voll und ganz dem Bereich „Flexible Verpackung“ widmen und unsere Stärken – technologisches Knowhow, lösungsorientierte Teamarbeit und langjährige Erfahrung ausspielen. Daher war diese Trennung strategisch absolut richtig. Die Resonanz unserer Kunden auf diese Entscheidung ist äußerst positiv.“

Welche Ziele wollen Sie mit GIKO ansteuern?

Martin Giesinger: „Wir wollen, ausgehend von einer stabilen Umsatzentwicklung, langfristig über den Bereich anspruchsvolle hochwertige Verbundfolie und damit zusammenhängend über technische Spezialitäten wachsen. Vor allem in für uns neuen Märkten. Ich bin sehr zuversichtlich, dass uns dies gelingen wird.“

Infobox 1

GIKO – Flexible Verpackungen
Gründung: 1956
MitarbeiterInnen: 97
Umsatz: 28 Mio Euro
Geschäftsführung: Gerhard Lehner, Martin Giesinger

Infobox 2

DI FH Martin Giesinger
52 Jahre
Verheiratet (Silberhochzeit), 4 Kinder
Studium der Verpackungstechnik und Druckverarbeitung